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dinsdag 23 juni 2015

Das Wissen der Dinge / The Knowledge of Things


Die Universität Wien besteht 650 Jahre und feiert dieses Jubiläum mit einer Vielzahl von Aktivitäten. Eine der Attraktionen in diesem Rahmen ist die Ausstellung "Das Wissen der Dinge" die vom 6. Mai bis 31. August 2015 im Naturhistorischen Museum in Wien organisiert worden ist. Dort werden auch Lehrmodelle aus den Sammlungen der Universität gezeigt. Hier sollen die Glasmodelle von wirbellosen Meerestieren  hergestellt von Leopold und Rudolf Blaschka nicht fehlen und auch die botanischen Modelle aus Pappmaché von Vater und Sohn Brendel sind dort ausgestellt.
Diese attraktiven und photogenen Modelle sind ideal für Ausstellungen für ein großes Publikum. Auch wenn im Jahre 2010 die Humboldt-Universität in Berlin den 200. Geburtstag feierte, hatten die Glastiere Blaschkas einen prominenten Platz in der Jubiläumsausstellung "Klasse, Ordnung, Art" erworben.

Die Universität Wien war wirklich schon sehr früh  dem Hintergrund der Glastiere bewusst. Harald Schwammer, damals  Präparator am Zoologischen Institut der Universität, berichtete darüber im Jahre 1984 in seinem Artikel "Berichte und Bemerkungen: Kostbarkeiten aus Glas"; Neue Museumskunde Vol. 27, Nr. 4, S. 276 bis 278 (veröffentlicht in Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaft). Als ich im Jahr 1993 anfing das Thema zu erforschen, hatte ich diese wichtigen Artikel über den Österreichischen Glastiere zu meiner Verfügung. Im Jahr 1993 war bereits Schwammer an den Tiergarten Schönbrunn verbunden. Er schrieb mir am 17. Mai desselben Jahres, dass es einer seiner Wünsche gewesen war, ein Katalog der Glasmodelle erscheinen zu sehen.

Möglicherweise könnte er die Veröffentlichung von "Leopold and Rudolf Blaschka" des Design Museums in London (2002); "Kunstformen des Meeres", der Tübinger Katalog aus dem Jahre 2006 und "Blaschka: les Dompteurs de Verre", veröffentlicht vom Muséum d'histoire Naturelle - Ville de Genève,  im Jahre 2008, schätzen. Ich habe an diese Veröffentlichungen beigetragen, aber im Anfang gab es Schwammer und die Glasmodelle der Universität Wien.
The University of Vienna celebrates its 650th anniversary with a multitude of activities. One of the attractions, organized in this context, is the exhibition "Das Wissen der Dinge" (the knowledge of things) from 6 May to 31 August 2015,  on show in the Natural History Museum in Vienna. It also features educational models from the collections of the University. Here the glass models of the invertebrate marine animals made by Leopold and Rudolf Blaschka cannot be missed and they are displayed, as well as the botanical models of papier-mâché by father and son Brendel.
These attractive and photogenic models are ideal for exhibitions, aimed at the general public. When in 2010 the Humboldt University in Berlin had its 200th anniversary, the glass animals by the Blaschkas also had a prominent place in the commemorative exhibition "Klasse, Ordnung, Art".

The University of Vienna was from an very early moment onwards aware of the background of the glass animals indeed. Harald Schwammer, then taxidermist at the Zoological Institute of the University, reported on them already in 1984 in his article "Berichte und Bemerkungen: Kostbarkeiten aus Glas"; Neue Museumskunde Vol. 27, Nr. 4, pp. 276-278 (published in Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaft). When I started exploring this topic in 1993, I had this important article about the Austrian glass animals at my disposal. In 1993 Schwammer was already employed at the Schönbrunn Zoo in Vienna. He wrote to me on May 17 of that year that it had been one of his wishes, that a catalogue of the glass models would be published.

Possibly, he might have welcomed the publication of "Leopold and Rudolf Blaschka" by the Design Museum in London (2002); "Kunstformen des Meeres", the Tubingen catalogue from 2006 and "Blaschka: les Dompteurs de Verre", published by: Muséum d'histoire naturelle - Ville de Genève in 2008. I contributed to these publications, yet in the beginning there was Schwammer and the glass models in Vienna University.

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